Seit dem 01.01.2007 versuche ich, möglichst viel Spam zu bekommen. Ich trage mich dafür in Pharma-, Porno- und Poker-Newsletter ein und verbreite meine E-Mail-Adressen überall (alle Aktivitäten im Überblick). Spamela glaubt, dass wir Ende 2009 mehr als 8.000 Mails pro Woche bekommen werden (250% Steigerung zu 2008).
Bitte unterstützt mich dabei, indem ihr die Adressen stephan@spamschlucker.org und bm@schweinischer-bote.de auf euren Webseiten verbreitet.
Ihr findet hier wöchentlich die aktuellen Zahlen aus meiner gespammten Inbox, die originellsten Spam-Mails, die man mir zugeschickt hat und Erstaunliches rund um Spam. Außerdem die Spamschlucker-Top 10.
06.01.2009
Im Jahr 2008 wollte ich 200.000 Spam-Mails bekommen, das ist mir nicht gelungen. Trotz sehr starker Ausschläge ist das Spamaufkommen seit Frühjahr 2008 im Durchschnitt konstant geblieben.
Die wesentliche Erkenntnis des Jahres 2008 für mich ist diese, dass der E-Mail-Spam außer Kontrolle geraten ist. Der Kontrollverlust gilt für Spammer, Auftraggeber und Kontrollinstanzen (und natürlich vor allem für die Gespammten).
Das Jahr 2008 hat für unser Spam-Experiment darüber hinaus einige interessante Erkenntnisse gebracht, die die These des Kontrollverlusts teilweise stützen:
1. Die Aktivierung automatischer Abwesenheitsmeldungen (auf JEDE eintreffende Spam-Mail!) hatte keine langfristigen Auswirkungen.
2. Globale Erfolge der Spamverfolger (Herbal King, McColo-Server) minimieren den Spamschlucker-Spam nicht nennenswert.
3. Die Zeichenfolge “spam” vor dem “@” ist nach wie vor ein sicheres Mittel, um wenig Spam zu bekommen.
4. Die Freemail-Anbieter in unserem Freemail-Experiment halten sich weiterhin wacker (was man durchaus auch von ihnen erwarten können sollte).
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Top-10; 15
05.01.2009
Ruhige Zeiten, die Spammer haben alle Weihnachten mit ihren Familien gefeiert und sind zu den Schwiegereltern gefahren. Letztes Jahr war die KW 1 auch spamarm.
Immer noch trudelt hier tonnenweise Replica-Spam (v.a. Markenuhren, “Prestige Watches”: Rolex, Bulgari, Chopard, Dior bla usw.) ein. Die Mails erzählen mir “It’s Christmastime”, am 4. Januar, alter Falter - der E-Mail-Spam ist wirklich außer Kontrolle geraten. Wir nehmen gemeinsam mit Spamela einen Replica-Shop unter die Lupe.
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Edel-Spam; 34
03.01.2009
Darf ich meine neue Gehilfin vorstellen - Spamela, das Spamschlucker-Girl 2009. Spamela ist nicht besonders helle, hat aber jede Menge Erfahrung im Spamschlucken und wird für das Kalenderjahr 2009 auf dem Spamschlucker folgende Aufgaben übernehmen:
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02.01.2009
Elena, die frierende Russin, mit der ich wegen des Ofens in Kontakt getreten bin (nicht nur ich - siehe Kommentare zu Briefwechsel mit Elena (1) und (2)), hat mir jetzt tatsächlich eine Neujahrskarte geschickt - nachdem ich ihr angeboten habe, dass sie mich mal besuchen kommen könnte. Macht sie sich Hoffnungen?
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29.12.2008
Das Jahr neiget sich dem End’ entgegen, und der Spamschlukcer erkennt mit Erstaunen, dass das Spamaufkommen gegenüber dem Jahresanfang um 100 bzw 200% zugenommen hat. Ist das viel oder wenig? Keiner weiß es, am allerwenigsten ich, denn ich habe ein Völlegefühl des vielen Spamschluckens wegen.
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22.12.2008
Eine derartig lang andauernde flache Phase gab’s nur in den ersten Wochen des Spamschluckers. Warum passiert nichts?
Vielleicht hat ja jemand die geniale Idee weiter verfolgt, die im Rahmen des Projekts Kauf dir die Spams! entwickelt wird:
“Die Methode ist ganz einfach…
Das Ansetzen an der richtigen Stelle reicht aus, um das Problem bei der Wurzel zu packen und dem Spam ein Ende zu bereiten. Statt auf Technik oder Gesetze zu hoffen, setzen wir beim Menschen an.
spams.at
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18.12.2008
Viele von euch haben meinen Briefwechsel mit “Elena”, der frierenden Russin, kommentiert. Ich habe jetzt einen neuen mit ihr angefangen, da sie meine Mailboxen immer weiter mit immer der gleichen Mail zumüllt. Ich stecke aber fest ... sie ist ziemlich unverschämt kurz angebunden, will gar nicht konversieren oder mir schmeicheln, sondern einfach die Kohlen abzocken - was soll ich ihr antworten? Ihre letzte Mail lautet
Dear Schari,
Thank you very much for your message.
Today we have about minus 6 degrees Celsius.
I hope that you can help us with 193 Euros, then I will go to our local
market and buy the stove for our home.
Elena.
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16.12.2008
Seit einem Jahr gibt es zwar Ausschläge, wir erkennen jedoch klar: Stagnation mit leichtem Aufwärtstrend. Das ist nicht das, was ich mir erhofft hatte - aber für die Welt ist es schön: Offensichtlich werden wir nicht alle eines Tages in einer Flut aus Spam ersaufen, sondern wir werden in sauberen, jungfräulichen Mailboxen herumlesen.
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12.12.2008
Ich bin wirklich erstaunt. Am 8.12. habe ich mich auf https://feedme.3dsupply.de/ angemeldet (man versprach: setze einen Link von deinem Blog und du kriegst ein T-Shirt) - und heute (!), also 4 Tage später, ist das T-Shirt bereits eingetroffen! 3dsupply hat damit eine neue Art des Internetmarketings eingeführt.
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09.12.2008
Das ist die These von Steffen Braun:
Ich erinnere mich noch als ich mit 15 meine erste gmx Adresse geholt habe. Damals war alles im Internet noch schön und gut. Sogar der (E-mail) Spam hatte Niveau
Und was bekomme ich heute. Sowas unkreatives und total billiges. Ich bin echt enttäuscht. Setzt euch doch mal hin und macht euch mehr Gedanken Jungs.
niftz.com 09.12.2008: Früher war alles besser - auch der Spam
Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht an den Spam von “früher” erinnern. War der echt anders?!
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