Seit dem 01.01.2007 versuche ich, möglichst viel Spam zu bekommen. Ich trage mich dafür in Pharma-, Porno- und Poker-Newsletter ein und verbreite meine E-Mail-Adressen überall (alle Aktivitäten im Überblick). Dieses Jahr möchte ich die magische Grenze von 200.000 Spam-Mails erreichen (=548/Tag).
Bitte unterstützt mich dabei, indem ihr die Adressen stephan@spamschlucker.org und bm@schweinischer-bote.de auf euren Webseiten verbreitet.
Ihr findet hier wöchentlich die aktuellen Zahlen aus meiner gespammten Inbox, die originellsten Spam-Mails, die man mir zugeschickt hat und Erstaunliches rund um Spam. Außerdem die Spamschlucker-Top 10.
03.02.2007
mkorsakov hat mich in einem Kommentar auf ein Forum hingewiesen, das von Spameinträgen überflutet wird. Ich bin dort hingegangen und habe mich in ein paar Seiten eingetragen. Und dann bin ich auf diese geradezu amüsante Unverschämtheit gestoßen:
Bei rx-pharmacy.cc (cc = Coconut Islands, wird als TLD gerne von Spammern verwendet) geriert man sich als Opfer von AOL:
WICHTIG: Wir können keine E-Mails an AOL Adressen schicken! Wenn Sie auf eine Antwort von uns warten, e-mailen Sie und von einer anderen E-Mail Adresse nicht von AOL. Bestellungen mit AOL E-Mail Adressen müssen wir stornieren, da wir Sie nicht kontaktieren können. AOL denken unsere E-Mails seien Spam, was nicht der Fall ist.
“Was nicht der Fall ist” ... nein. Natürlich nicht.
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Ich weiß nicht mehr, wie ich auf diese Seite gekommen bin, ich glaube, es war eine Suchanfrage wie ”mass advertisement oder so.
Das ist meine erste Begegnung mit einem Fax-Spammer. Ich finde Fax-Spam etwas ganz Abgefahrenes, lassen wir “jBlast” persönlich sprechen:
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Es nervt wieder ganz gewaltig, dass jetzt alle Blogger wegen dieser Scheiß-Abmahnanwälte anfangen müssen, an einer juristisch wasserdichten Datenschutzerklärung zu feilen.
Ich will mir darum keinen Kopf machen, aber auch nicht in den Knast kommen, weil ich nicht schreibe, dass in meinen Logfiles halt die IP-Adressen gespeichert werden.
Meine Lösung:
Ich habe mir von drei reflektierten Blogs die Datenschutzerklärungen zusammenkopiert, angepasst (nämlich die Namen von dort durch “dieses Blog” ersetzt, “Email” in das orthografisch korrekte “E-Mail” umgewandelt und Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Datenschutzerklärungen entfernt ("benutze keine Cookies” vs. “benutze Cookies")) und veröffentlicht.
Ihr dürft gerne den Text hier übernehmen (vergesst nicht die Links zu den Quellen). Der ist sicher wasserdicht. Und welcher Anwalt hat schon Bock, sich durch diese Textwüste zu kämpfen ...
Hier also die wasserdichte Datenschutzerklärung: Datenschutzerklärung
Bei folgenden Seiten habe ich mich bedient:
themenmixer, webjunkies und lawblog. Danke.
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02.02.2007
Ok, es ist kein wirklich neuer Trick, aber er kommt zunehmend zum Einsatz, wenn ich das richtig sehe:
Den Usern ist inzwischen hinreichend bekannt, dass ein Link wie “http://www.sparkasse-fischerei.cc” verdächtig ist - unverdächtig ist nur ein ganz kerniger Domainname wie z.B. http://www.sparkasse.de . Auch gehört selbst für Low-End-Surfer ein Blick in die Adresszeile des Browsers zum Standard, bevor man 10 TANs eingibt.
Der Phisher verschickt also eine HTML-Mail, in der der Konsument dazu motiviert werden soll, einen solchen Link anzuklicken. Als Linktext gibt er ”http://www.sparkasse.de/web19394/cc/banking” ein, der Link führt aber auf ”http://www.sparkasse.de.web19394.cc/banking” - der einzige Unterschied (Punkt statt Slash) fällt in der Adresszeile gar nicht so sehr auf, und bevor man dreimal geatmet hat, ist man gephisht.
Vielen Dank, lieber , für diesen Tipp!
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01.02.2007
Da finde ich in meiner Mailbox doch eine Hand voll Anmeldebestätigungen usw. (siehe Bild), die definitiv nicht von mir provoziert wurden (z.B. Mailadresse bei freenet-Mail, Newsletter bei aktiencheck usw.). Wahrscheinlich waren irgendwelche Mainzelmännchen unterwegs, die dem Spamschlucker zu mehr Spam verhelfen wollten - danke! Mehr! Viel mehr! Haltet euch nicht zurück!
Natürlich habe ich mich regelkonform verhalten und nicht auf die Bestätigungslinks geklickt bzw. mich sofort wieder abgemeldet (z.B. von den Pro7-Newslettern).
Aber wirklich ein dickes Danke an die Mainzelmännchen - solche Unterstützung kann der Spamschlucker immer gebrauchen. Vergesst bitte auch nicht, überall die E-Mail-Adresse weithin sichtbar zu posten!
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