Seit dem 01.01.2007 versuche ich, möglichst viel Spam zu bekommen. Ich trage mich dafür in Pharma-, Porno- und Poker-Newsletter ein und verbreite meine E-Mail-Adressen überall (alle Aktivitäten im Überblick). Dieses Jahr möchte ich die magische Grenze von 200.000 Spam-Mails erreichen (=548/Tag).
Bitte unterstützt mich dabei, indem ihr die Adressen stephan@spamschlucker.org und bm@schweinischer-bote.de auf euren Webseiten verbreitet.
Ihr findet hier wöchentlich die aktuellen Zahlen aus meiner gespammten Inbox, die originellsten Spam-Mails, die man mir zugeschickt hat und Erstaunliches rund um Spam. Außerdem die Spamschlucker-Top 10.
28.01.2008
("Klick aufs Bild zum Vergrößern”, wer weiß, wie ich aufwandslos per CSS eine entsprechende Bildunterschrift einfügen kann? Muss nicht auf Internet Explorer optimiert sein, der hat hier nix verloren.) Nachdem ich vor wenigen Wochen noch mit dem Gedanken gespielt habe, mich erneut in dubiose Newsletter usw. einzutragen, um den Spammern wieder etwas Energie zu geben, sehe ich heute, dass das vielleicht gar nicht nötig ist. Schon wieder ein Maximum, 1916 Mails in einer Woche entspricht 274 Spam-Mails pro Tag, das ist schon ordentlich. Ich kann nicht oft genug betonen, dass ich mit den dargestellten E-Mail-Adressen seit 26. Juni (KW 27/2007) nichts mehr angestellt habe. In der KW 27 habe ich 158 Spam-Mails bekommen; damit hat seither die Spamfrequenz ohne mein weiteres Zutun um 1.200% zugenommen. Erfreulich.
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22.01.2008
Update 29.02.2008: Fortsetzung hier.
Vor zwei Wochen habe ich eine Hilfe suchende Mail von Elena erhalten. Sie ist Russin und friert im Winter, sie bräuchte dringend einen Ofen. Selbstverständlich bin ich als hilfsbereiter Mensch sofort mit ihr in Kontakt getreten. Ein kleiner Scambait hat noch niemandem geschadet.
Spamschlucker-Kommentare wie immer in grün, Klick auf die Bilder zum Vergrößern.
1. Die Kontaktaufnahme - Elenas erste Mail
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21.01.2008
Unsere im Impressum angegebene Kontaktadresse bm*at*spamschlucker wird seit Ende Oktober 2007 gespammt (Klick aufs Bild zum Vergrößern). Erst kam mal hier und da eine, seit 11. Dezember geht es ordentlich los. Insgesamt sind rund 700 Spam-Mails gekommen. Um so ätzender, als dass ich für das Spamschlucker-Projekt natürlich sämtliche serverseitigen und lokalen Präventionsmaßnahmen meide wie die Pest.
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Das Faszinierende am Phänomen “Spam” ist natürlich auch, dass alles so undurchschaubar ist. Jetzt zieht die bm@schweinischer-bote davon - warum so wild? Warum jetzt? Keiner weiß es. Möge der Steigungskoeffizient weiterhin hoch bleiben. Amen.
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14.01.2008
Ein herrlicher Spamregen platscht auf uns schon in der KW 2 des Jahres 2008 herab - 1417 neue Mails auf die - eine wahrhaftige Erfreulichkeit. Klick aufs Bild zum Vergrößern.
Übrigens hatte ich in der Nacht vom 6. auf 7. Januar einen größten anzunehmenden Systemcrash (sehr dicker Minuspunkt für Apples neues Betriebssystem “Leopard") - “Das Programm quicklookd wurde unerwartet beendet” und nichts ging mehr. Zum Glück konnte ich mittels der systemeigenen Backupsoftware TimeMachine sämtliche Daten unaufwändig wiederherstellen (dicker Pluspunkt für Apple) - ausgenommen die Spamschlucker-Mailboxen, die ich als letztes in der Nacht bearbeitet hatte. Es fehlen in der Mailbox jetzt also einige Mails aus der KW 1. Ist ja auch nicht so schlimm.
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07.01.2008
Nun well, das neue Jahr hat - in spamtechnischer Hinsicht - so begonnen, wie das alte aufgehört hat. (Wie immer: Klick aufs Bild zum Vergrößern).
Ich würde alle LeserInnen noch einmal eindringlich bitten, die E-Mail-Adresse auf ihren Websites zu verbreiten. Danke!
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01.01.2008
Nun gut: Mein Ziel, 500.000 Spam-Mails in einem Jahr zu erhalten, habe ich definitiv verpasst. Die einzelnen E-Mail-Adressen haben vom 01.01.2007 bis 31.12.2007 so performt:
- (seit 01.01.2007): 22.231 Spam-Mails (Maximum: 1.210/Woche, Wochenschnitt übers Jahr: 428/Woche)
- (seit 20.05.2007): 16.308 Spam-Mails (Maximum: 1.116, Wochenschnitt übers Jahr: 314/Woche)
- (seit 23.06.2007): 10.447 Spam-Mails (Maximum: 616, Wochenschnitt übers Jahr: 201/Woche)
Die Kurve übers Jahr 2007 (Klick zum Vergrößern):
Auf der Adresse haben 445 Mails ein Datum, das außerhalb des Jahres 2007 liegt; früheste Mail vom 27.05.1907, zukünftigste Mail vom 19.01.2038. Bei allen drei Accounts kommen die am weitesten außen liegenden Mails aus den Jahren 1907 bzw. 2038.
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Ich habe 2007 auch einige “Kontrolladressen” angelegt, die ausschließlich für Harvest-Bots bestimmt waren:
- (angelegt am 05.01.2007). Verbreitet nur auf spamschlucker.org = harvest only. Spam-Mails 2007: 895
- (angelegt am 05.01.2007). Verbreitetnur auf spamschlucker.org = harvest-only. Mit dieser Adresse in 3 potenzielle Spam-Newsletter eingeschrieben, deshalb durch die ...pamschlukker (s.u.) ersetzt. Sollte aber keine Auswirkungen gehabt haben. Spam-Mails 2007: 708(gmx-Werbung natürlich nicht mitgerechnet ... ist ja auch kein Spam)
- (angelegt am 21.01.2007). Verbreitet nur auf spamschlucker.org = harvest-only. Spam-Mails 2007: 338 (gmx-Werbung nicht mitgerechnet)
Interessante Fragen:
Wieso sind die gmx-Adressen im November/Dezember nicht so stark explodiert wie die spamschlucker.org-Adresse?
Wahrscheinlich weil ich bei spamschlucker.org alle serverseitigen Spampräventionsmaßnahmen (Reverse-DNS-Prüfung, Dialin-IP-Prüfungabgeschaltet usw.) abgeschaltet habe. Ich habe natürlich auch bei den GMX-Adressen alle serverseitigen Spambeschützungen abgeschaltet; da es sich aber um einen E-Mail-Provider handelt, dürften globale Spamschutzeinstellungen vorhanden sein, die die winterliche Spamwelle zurückhielt. Spricht natürlich für GMX.
Wie sind die absoluten Zahlen einzuschätzen?
Nun, stellen Sie sich vor, Sie hätten vor einem Dreivierteljahr irgendwo im Web Ihre E-Mail-Adresse hinterlassen - nur einmal. Heute bekommen Sie im Monat 300 Spam-Mails. Sie würden sofort ihren E-Mail-Provider verdächtigen und am Stammtisch herumproleten, dass kein Schwein der Spamflut Herr werden könne und dass Sie Ihre E-Mail-Adresse ganz sicher nur zum Mailen mit Ihren besten Freunden benutzt haben.
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Ein Geschenk der Spammer zum Abschluss: ein neues Hoch für die (1166 Mails). Die weit abgeschlagen, womit ein weiteres Mal der Beweis erbracht sein dürfte, dass die Zeichenfolge “spam” in der E-Mail-Adresse der Spamverhinderung dient. Klick aufs Bild zum Vergrößern.
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