Der Spamschlucker

Ein Mann.
Eine Mailbox.
Eine Herausforderung.

Spam-Statistik (Stand: 21.04.2014, 11:30 Uhr)

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1805 neue Mails KW 18/2010 - Dr. Kevin Brown

Spam-Statistik KW 18/2010E-Mail-Spam gerät unter Spammern zunehmend in Verruf, da die Erfolgsquoten (d.h.: Umsatz pro versendeter Mail) immer stärker in den Keller gehen. “Hip” ist aktuell die Einschleusung von Schadprogrammen auf die Privatrechner - Programme, die selbst Spam versenden, sich updaten können (z.B. mit Phishing-Modul usw.). Um Leute auf Webseiten zu locken, wo sie sich solche Schadprogramme fangen, operiert man natürlich auch mit Mails (“Klicke hier um zu ...”). Das erklärt, warum die E-Mail-Flut in der Spamschlucker-Inbox weiterhin rollt, ja, sogar leicht ansteigt.

Aber nun zu Kevin Brown ... Verzeihung: Dr. Kevin Brown:

Dr. Kevin Brown ist eine der fiktiven Spam-Figuren, die die Spamszene aktuell beherrschen. Spammer schaffen durch wiederholte Verwendung dieses Namens eine solche virtuelle Persönlichkeit - wie z.B. die berühmte Dr. Gisela Blecher-Stratmann (Spamschlucker-Bericht, Stilanalyse). Dr. Kevin Brown hat ein bewegtes Leben, letztendlich wendet er die Nigeria-Masche an, bei der er gemeinsam mit dem Spam-Empfänger 12.5 Mio US$ verschwinden lassen will. Eine Spam-Mail (gibt’s auf deutsch und englisch):

Lieber Freund,

Ich hoffe, Sie sind heute groß. Ich bin Dr. Kevin Brown aus Harlesden, North West London hier in England. Ich arbeite mit Natwest Bank Corporation London. Ich schreibe Ihnen aus meiner Abteilung Amtes, wobei der Co-Trainer (Greater London Regional Office), entdeckte ich eine verlassene Summe von $ 12,5 Millionen USA-Dollar (zwölf Millionen fünfhunderttausend US-Dollar) in einem Konto, das Sie mit einem unserer ausländischen Kunden gehört Late Mr. Thompson Morrison, ein US-amerikanischer Staatsbürger, der leider verloren, sein Leben in dem Flugzeugabsturz von Alaska Airlines-Flug 261, die am 31. Januar 2000 stattfand, darunter seine Frau und seine einzige Tochter.

Das Ziel der Kontaktaufnahme mit Ihnen wurde von der geographischen Beschaffenheit, wo Sie leben, vor allem aufgrund der Senilität der Transaktion und die Vertraulichkeit hier geweckt. Jetzt ist unsere Bank gewartet hat, einen der Verwandten-up für die Behauptung, aber niemand getan hat, gekommen, dass seit einiger Zeit. Ich persönlich habe erfolglos bei der Ortung des Verwandten jetzt für mehr als 2 Jahren, ich suche Ihre Zustimmung an Sie als nächsten Angehörigen / Empfänger wird an den Verstorbenen, so dass die Erträge aus diesem Konto im Wert von US 12,5 Millionen Dollar gezahlt werden kann, präsentieren zu Ihnen.

Dies wird ausgezahlt werden oder in diese Prozentsätze gemeinsam 60% auf mich zu und 40% für Sie. Ich habe alle notwendigen rechtlichen Dokumente, die verwendet werden, um ihre Argumentation zu behaupten, wir sind dabei, machen kann gesichert. Alles, was ich tun müssen, ist in Ihrem Namen zu den Dokumenten “zu legalisieren und sie in den Hof des Gesetzes hier in London, um Sie als berechtigten Empfänger nachweisen zu füllen. Daher Ihre ehrliche Zusammenarbeit, Diskretion und Vertrauen ist notwendig, damit wir sehen diese Transaktion durch. Ich garantiere Ihnen, dass dies unter einer legitimen Anordnung, die Sie von einer Verletzung des Gesetzes zum Schutz ausgeführt wird.

Bitte geben Sie mir folgende wie wir haben nur wenige Tage, um diese durchlaufen:

1. Vollständiger Name
2. Telefon-Nummer
3. Kontaktadresse
4. Alter
5. Beruf

Gestützt durch eine methodische Suche gegangen, entschied ich mich, mit Ihnen Kontakt aufnehmen hoffen, dass Sie diesen Vorschlag interessant finden. Bitte auf Ihrer Bestätigung dieser Nachricht und geben Sie Ihr Interesse finden Sie mehr Informationen zu liefern.

Grüße,
Dr. Kevin Brown
Assistant Manager


Natwest Bank London
International Remittance Department
Putney Branch, London SW15 1RX,
United Kingdom.

Der tagesanzeiger.ch hat Dr. Kevin Brown einen Artikel gewidmet - wer mehr über Dr. Kevin Brown erfahren möchte, surfe dort hin.

Das Besondere an Dr. Kevin Brown: Viele seiner Spam-Mails kommen von einer Adresse, die er selbst kontrolliert:

Laut Metz verschickt «Dr. Kevin Brown» seine Mails «selbst», respektive von einer Adresse seiner Wahl. Das heisst, er kann kontrolliert vom eigenen Mailserver aus spammen (ausserdem muss er keine Kontaktmailadresse in seine Spam-Mails reinschreiben). Der grosse Vorteil dieser Masche: «Weil ‹Kevin Brown› selbst versendet, kommen nicht so viele Mails an, dafür ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese durch einen Spamfilter kommen, viel höher. Durch Variationen und andere Absendestationen hat er die Möglichkeit, Blacklists zu umgehen», weiss Berthold Metz.
tagesanzeiger.ch 10.05.2010: «Lieber Freund» – Die vielen Leben des Dr. Kevin Brown

 

Eingetragen: 10.05.2010, 10:19 in Statistik Edel-Spam

Permalink; 7952

Späterer Eintrag: Über die Unberechenbarkeit des Spams

Früherer Eintrag: Liebloser Hong-Kong-Spam

2 Kommentare

  1. Daniel Keyhani meint dazu:

    Hallo Stephan (?),

    ich bin nach einigem Suchen auf Deine Seite gestoßen, um deutschsprachige Regeln für Spamassassin schreiben/testen zu können. Damit das noch besser geht wäre es super, wenn Du die Spammails inklusive Header posten könntest, und vielleicht ein paar Variationen der jeweiligen Mail angeben. Ansonsten schon mal vielen Dank für Deine Mühe!

    Schöne Grüße
    Daniel


  2. Spamschlucker meint dazu:

    Hallo Daniel,

    schreib mir einfach eine Mail, dann schicke ich dir meine Mailboxen als mbox ... dann solltest du genug Stoff haben :-9
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