Die aktuelle Situation wird vor allem durch zwei zentrale Beobachtungen geprägt:
1. Die Zeichenfolge “spam” in einer E-Mail-Adresse ist immer noch das beste Spamverhütungsmittel.
2. Es kommt weniger Spam “aus der Zukunft”.
Der unaufhaltsame Absturz der deutet darauf hin, dass die Spammer konsequenter als früher E-Mail-Adressen aussortieren, die die Zeichenfolge “spam” enthalten (denn die bm@schweinischer-bote verzeichnet in den letzten Wochen ja wieder einen Anstieg).
Das entspricht der Beobachtung, dass eine der 5 Kontrolladressen, nämlich die , weiterhin keine einzige Spam-Mail erhält (während ihre Kollegen teilweise 10 pro Woche bekommen). Ich überlege mir ernstlich, für öffentliche Kommunikation (Kommentare in Blogs, Forumsposts usw.) eine Adresse mit der Zeichenfolge “spam” anzulegen ( dürfte besonders wirkungsvoll sein). Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass solche Adressen wahrscheinlich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in den Spamfiltern der Empfänger landen (oder?).
Eine weitere Beobachtung: In meinen Spam-Mailboxen sind kaum mehr Mails zu finden, die auf ein Datum der Zukunft datiert sind. Früher waren jede Woche pro Mailbox 20, 30, 50 Mails auf das Jahr 2021 datiert. Diese Woche war es in allen Mailboxen (unterschiedliche Provide!) keine einzige. Mails aus der Vergangenheit sind weiterhin vorhanden (das Jahr 1976 ist in letzter Zeit besonders beliebt). Die Spammer tun dies, um Aufmerksamkeit zu generieren ("Oh ... was ist denn da ganz unten/oben in meiner Mailbox?").
Woher dieser Schwund kommt, ist schwer zu sagen. Es wäre möglich, dass die Provider meiner Mailaccounts in ihren (von mir nicht beeinflussbaren) globalen Spamschutzmaßnahmen einen Filter eingerichtet haben, der alle Mails aus der Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit als Spam einstuft.
Es ist die Frage, liebe Spamela, ob Spammer solche subtilen Tarnungsmechanismen überhaupt nötig haben.
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Eingetragen: 13.04.2009, 10:21 in Statistik Bemerkenswert
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