Der Spamschlucker

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Spam-Statistik (Stand: 20.10.2014, 11:30 Uhr)

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‘SPAM ist eine erfolgreiche und vom Nutzer akzeptierte Form der Werbung’

Einen lesenswerten Übersichtsartikel zum Thema E-Mail-Spam hat Dr. Web unter E-Mail Spam-Report 2007 verfasst. Hier finden sich interessante Aussagen zur Frage: Wieso ist der Kampf gegen Spam so zahnlos?

Zum einen ist Spam ein gutes Geschäft und das nicht nur für den Versender, der nur marginale Response-Raten braucht, um erfolgreich zu sein. Das ist eben alles nur eine Frage der Masse. Aber es gibt eben auch andere Gewinner, wie die Anti-Spam-Industrie. Spam-Filter müssen laufend neu entwickelt, programmiert und konfiguriert werden. Das schafft Arbeitsplätze vom Programmierer bis zum Systemadministrator. Aber auch die Hoster, Service-Provider oder DSL-Anbieter freuen sich, schafft der Bedarf nach mehr Kapazitäten für Spam-Ordner und der zunehmende Datentraffic doch auch Nachfrage. Und so hält sich der Druck aus diesen Wirtschaftsbereichen auf eine Einigung der “Allianz gegen Spam” verständlicherweise auch in Grenzen. Eine Lobby der User wiederum existiert nicht.

Und angeblich - so unter Verweis auf eine golem-Studie vom März 2005 - haben 10% aller (?) Gespammten schon im Spam angebotene Waren gekauft (was ich intuitiv für Schwachsinn halte).

Man kommt bei Dr. Web zu dem Schluss:

SPAM ist eine erfolgreiche und vom Nutzer akzeptierte Form der Werbung. Das will keiner wahr haben, ist aber genauso wahr wie der Erfolg bestimmter Boulevard-Zeitungen, die ja angeblich auch keiner liest oder kauft.

Dazu, so finde ich, muss der Spam an Qualität aber echt noch zunehmen. Dieser Hocker-, Lebenserwartungs- und Lesbentrash animiert mich wirklich nicht zum Kaufen.

Eingetragen: 14.02.2007, 14:31 in Bemerkenswert Top-10

Permalink; 1838

Späterer Eintrag: 297 neue Mails in der KW 7

Früherer Eintrag: 157 neue Spam-Mails in der KW 6

5 Kommentare

  1. hanneken meint dazu:

    In einer Umfrage der “Business Software Alliance” aus dem Jahr 2004 wurden Internetnutzer gefragt, ob sie schon mal Produkte gekauft oder Dienstleistungen genutzt haben, die in einer Spam-Mail beworben wurde. 43 Prozent der Befragten in Deutschland antworteten mit: “Ja”.
    Hat die sueddeutsche am 15.02.07 geschrieben. und zwar hier: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/138/102036/

    Da fehlt mir der Glaube. Auch die von dir genannten 10% glaube ich nicht. Andererseits reichen schon winzige Käuferquoten, da mit einem Schlag gleich ein paar Millionen eMails verschickt werden. Und wenn’s nicht klappt mit der Potenz, gehst du dann gleich zum Dorfarzt oder lässt du’s dir lieber neutral eingeschlagen zusenden?


  2. Wasserbetten käufer meint dazu:

    Da habe ich mich doch schon des öfteren gefragt ob für den ganzen mist letzten endes nicht die für verantwortlich sind mit den ganzen antispam und antiviren tools kasse machen.
    ein sinn sehe ich da auf jedenfall nicht wirklich drinnen!


  3. Manuel meint dazu:

    Also ich glaube mal gelesen zu haben, dass eine Erfolgsquote zwischen 0,001 und 0,05 Prozent real sein könnte. Aber selbst dann wäre es ein lukratives Geschäft ... als kleines Rechenbeispiel:

    Ein Spammer versendet nur (!) 20.000.000 Emails und bewirbt ein Produkt bei dem er nur (!) 5 Euro pro Sale verdient. Dann sind das zwischen 100.000 und 5.000.000 Euro Umsatz und das ist doch ein granatenmäßiger Batzen Kohle!

    Wird echt mal Zeit, dass es internationale Anti-Spam-Gesetze gibt!


  4. Spamschlucker meint dazu:

    Was auch gegen die oben genannte Rücklaufquote von 10% spricht:

    Ein Spammer versendet 1.000.000 E-Mails und verdient 1 Euro pro getätigtem Kauf. Bei 10% Rücklaufquote hat er mit einem Schwung Spamverschickerei 100.000 Euro verdient. Das heißt er wird innerhalb eines Monats zum Millionär und kann aufhören zu spammen.

    Viel wahrscheinlicher ist doch folgendes: Du verschickst 10.000.000 E-Mails im Monat und es kaufen 0.01 Prozent = 10.000 Personen. Damit verdienst du 10.000 Euro im Monat, ein fairer Betrag für das Risiko. Selbst wenn du eine Conversionrate von 0.001 Prozent hast (also eine von 1.000), verdienst du bei 20.000.000 Spam-Mails immerhin noch 2.000 Euro/Monat - wahrscheinlich steuerfrei ...


  5. Spamschlucker meint dazu:

    Wobei ich mich korrigieren muss: Es war ja niemals von 10% Rücklauf die Rede ....


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