Verblüffend ist nach wie vor, dass die und die sich insgesamt ziemlich parallel bewegen und sich auch zunehmend an einander angleichen, während die harvest-only-Adresse ein Eigenleben führt. Ein Blick auf die Trendlinien (Klick aufs Bild) zeigt die Parallelbewegung spätestens seit der KW 36, während die schlucks-Adresse schon KW 28 ausgebrochen ist. Das spricht für die Vorstellung, dass ein Großteil des Spams tatsächlich von sehr wenigen Personen oder Netzwerken verschickt wird (da ja alle drei Adressen über unterschiedliche Wege verbreitet wurden).
Und damit haben wir auch schon die beiden Philosophien des E-Mail-Sammelns erkannt:
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- Harvest-Philosophie: Das sind die Spammer, die einfach eine Menge Harvest-Bots ins Web schicken, und sich so ihre E-Mail-Adressen zusammensammeln. Dieses Vorgehen ist weitgehend risikofrei; allerdings sind eine Menge Adressen unbrauchbar (weil z.B. veraltet oder Fakes); außerdem kann keine thematische Einordnung vorgenommen werden. Zudem muss sich mit immer neuen Spamschutztechniken herumschlagen (z.B. die Kodierung von E-Mail-Adressen via Javascript, neuerdings ganz perfide auch mit zwischengeschaltetem Captcha kostenlos erhältlich).
- Montessori-Philosophie: “Hilf mir, es selbst zu tun!”, fühlt der Spammer, und er bietet zu spammenden Personen mannigfaltige Newsletter-, Unsubscribe- und Registrierungs-Angebote, in die diese ihre E-Mail-Adressen eintragen können, damit sie sich nicht selbst spammen müssen. Hier besteht ein gewisses Risiko, da ja die Domain gehostet werden muss und der Spammer sich aktiv in der Öffentlichkeit präsentiert. Allerdings ist der Prozentsatz guter E-Mail-Adressen weitaus höher und man hat keinen Stress mit Spamschutztechniken (s.o.). Deshalb ist diese Methode auch die beliebtere.
Eingetragen: 01.11.2007, 11:07 in Bemerkenswert
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Ich finde die Montessori-Philosophie sogar noch viel nerviger.Kein Schwein möchte heutzutage noch Newsletter haben
Geschrieben von Lasse am 01.12.2007, 20:26