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Wie Penisverlängerungsspam den Umsatz der Juweliere steigert

imagePenisverlängerung ist ein so beliebtes Thema unter Spammern, dass sie sich schon gegenseitig denunzieren: “Warning! Do not buy enhancement pills, they don’t work!” (Spam-Mail vom 25.05.2007). Als gestern wieder eine Spam-Mail zur Penisverlängerung eingetrudelt war ...

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Spam-Mail vom 25.06.2007

... fiel mir auf, dass der Tenor der Penisverlängerungsindustrie stets der gleiche ist: Dein/e Sexualpartner/in ist unzufrieden mit dir, weil du einen zu kleinen Penis hast. Das widerspricht dem - maßgeblich durch den Feminismus beeinflussten - Trend der letzten Jahrzehnte, dass Männer nicht mehr das Cockmonster sein müssen und nie weinen dürfen. Selbst Dr. Sommer von Bravo weiß es:

Je größer der Penis umso besser der Liebhaber: Stimmt das?
Alles Quatsch! Dass Mädchen und Frauen Männer mit großem Penis als Lover bevorzugen, ist ein altes Märchen. Tatsache ist: Eine Frau kommt sowieso nur selten durch das Rein-Raus des Penis in der Scheide zum Orgasmus. Denn ihr Lustzenrum - der Kitzler - liegt außerhalb der Scheide. Und da kommt beim Sex weder ein großer noch ein kleiner Penis richtig hin. Für ihre Befriedigung ist die Größe also unwesentlich.
Bravo, Dr. Sommer: Penisgröße: Was ist normal und was nicht?

Aber jetzt lesen Männer die Botschaft täglich hundertfach: Man ist mit dir unzufrieden, denn dein Penis ist zu klein! Die Folge: Männer bekommen (noch mehr) Minderwertigkeitskomplexe und glauben, dass ihre Sexualpartner/innen mit ihnen unzufrieden sind. Was tun also Männer, die fühlen, dass ihre SexualpartnerIn unzufrieden mit ihnen ist? Richtig: Die wenigsten schlucken Pillen zur Penisverlängerung, die meisten versuchen ihr schlechtes Gewissen dadurch zu beruhigen, dass sie der Frau teuren Schmuck schenken. Und damit wissen wir, wie Penisverlängerungsspam zu erhöhtem Umsatz der Juweliergeschäfte führt.

Es handelt sich dabei um ein sogenanntes “Phänomen der unsichtbaren Hand” (Invisble-Hand-Metapher von Adam Smith): Alle Spammer wollen nur das beste für sich selbst (nämlich das Geld der Gespammten) und steigern damit letztendlich doch nur den Umsatz der Juweliere. Nähen zum Mentalitätsspam sind deutlich zu erkennen.

Eingetragen: 26.06.2007, 15:04 in Bemerkenswert

Permalink; 347

Späterer Eintrag: Eintrag bei spamfan.de

Früherer Eintrag: 165/99/319 Mails in der KW 25

Kommentarbereich:

Keine Kommentare. Das Thema "Spam" ist euch wohl scheißegal. Dann schreibt wenigstens meine E-Mail-Adresse auf irgendeine Internetseite: stephan@spamschlucker.org

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