Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
2350 neue Mails KW 32/2009 - Spams bei der Spam-Beschwerdestelle anzeigen
Bei der Spam-Beschwerdestelle der Vereine eco und FSM können Belästigungs- und Spam-Aktionen angezeigt werden - gleich ob E-Mail-Spam, Spam im WWW, in P2P-Tauschbörsen, in Chats, Newsgroups oder Diskussionsforen. E-Mails werden dabei einfach an spezielle Mail-Adressen weitergeleitet.
Die Beschwerdestelle bekommt monatlich rund 6.000 Beschwerden. Insgesamt (so heute.de) habe die Spam-Beschwerdestelle in den fünf Jahren des Bestehens bereits 120 Fälle angezeigt, die fast alle mit einer Verurteilung der Spammer geendet habe.
Was so manch einer an Spam bekommt
Wieder einmal erreicht mich eine Mail, die mich verwundert erkennen lässt, dass ich (noch) nicht der meist gespammteste Mensch der Welt bin:
Wie viel Spam ein infizierter PC pro Stunde verschickt
Der überwältigende Großteil des weltweiten Spam-Versands wird von sog. “Bots” (von engl. “robot”) verschickt. Das sind (i.d.R. Windows-)Computer, die von einer schadhaften Software (Trojaner, Würmer) befallen wurden und von da an selbstständig Spam versenden, ohne dass der Besitzer es bemerkt.
Der Antivirus-Hersteller ESET hat einen mit dem Wurm “Waledac” befallenen Windows-PC untersucht und gezählt, wie viele Spam-Mails der pro Tag verschickt.
3139 neue Mails KW 27/2009 - Thunderbird ist der Ausbund an Stabilität
Nach dem 17.000-Mails-Exzess der letzten Woche, der GMX ziemliches Kopfzerbrechen bereitet haben dürfte, beruhigt sich die Situation langsam wieder.
Dennoch wird es Zeit, eine kleine Ode auf den Mail-Client “Thunderbird” zu singen:
2760 neue Mails KW 19/2009 - Glaubt keiner offiziellen Meldung über Spam
Was man so über Spam liest, ist immer interessant. Vor allem Securityfirmen wie GData etc. wissen immer wieder von Spamzunahmen oder Einbrüchen zu berichten - und nur selten stimmt es mit dem überein, was ich hier in meiner Mailbox beobachte.
Neueste Message: Viagra-Spam wird überholt von Produkt- und Dienstleistungsspam. Überall liest man: “Viagra-Spam geht zurück”. Das weiß der Messaging-Anbieter Retarus. Und wie immer sind solche Erkenntnisse totaler Schrott:
Was für ein unglaublicher Trash-Spam
Spam ist eigentlich immer trashig. Dieser Online-Apothekenspam aber beinhaltet nun wirklich alles, was Spam so an Trash enthalten kann:
1. Dubioser Betreff (“Pot_mittel ?”)
2. Statt einer Anrede ein sinnloser Spruch (“it makes me too happy drawers full of yarn too glorious”)
3. Ein trashiges Bild mit verdächtigen, komischen Störpixeln und Rechtschreibfehlern
4. Auf dem Bild: ein abzutippender, dubioser Link (“wow33meds.com”)
5. Unten drunter: Eine Menge sinnlos collagierter Text in unterschiedlichen Formatierungen.
Das ist eine der aktuell hippsten Maschen der Spammer:
Mein erster Zellulite-Spam
Glaubt mir, ich habe schon eine Menge Spam bekommen: Mittelchen für die Potenz, für größere Brüste und längere Penisse, für Aktien, Imitate und dubiose Deals. Aber mit Zellulite wurde ich heute das erste Mal gespammt.
Mega-Botnetz mit 1.9 Mio. Zombie-PCs entdeckt
Pressemeldung von pressetext.de (pte):
Botnetz mit 1,9 Mio. “Zombie-PCs” entdeckt
Cyber-Gang aus Ukraine als mutmaßliche Betreiber identifiziert
San Francisco (pte/22.04.2009/11:43) - Das Security-Unternehmen Finjan http://www.finjan.com hat eines der größten aktiven Botnetze der Welt entdeckt. Rund 1,9 Mio. Computer in den USA, Großbritannien und anderen Ländern seien bereits durch Übergriffe von Cyber-Kriminellen zu ferngesteuerten “Zombie-PCs” geworden, teilte die US-Firma im Rahmen der RSA Security-Konferenz http://www.rsaconference.com mit, die dieser Tage in San Francisco über die Bühne geht.
Google-Anzeige oder Spam?
Also so eine Google-Adsense-Anzeige habe ich jetzt auch noch nie gesehen: Eine Grafik, die so tut, als wäre sie Text (wie es bei Spam ja auch häufig der Fall ist), ein stilistisch völlig unterirdischer Text (wie man es bei Spam auch sieht), ich zitiere:
McAfee kämpft aktiv gegen den weltweiten CO2-Ausstoß
Eine aktuelle McAfee-Studie zum jährlichen Energieverbrauch des E-Mail-Spams kommt zu den Ergebnis, dass für das Versenden und Löschen von Spam-Mails jährlich 33 Milliarden KWh Energie aufgewendet werden. Damit wird auch eine Menge CO2 wird in die Luft geblasen - jährlich dem Ausstoß von 2.4 Millionen US-amerikanischen Haushalten oder 3.1 Mio. Autos entsprechend. Warum interessiert sich McAfee plötzlich für den durch Spam entstehenden CO2-Ausstoß?