Seit dem 01.01.2007 versuche ich, möglichst viel Spam zu bekommen. Ich habe mich 2007/2008 dazu in Pharma-, Porno- und Poker-Newsletter eingetragen und meine E-Mail-Adressen überall verbreitet (alle Aktivitäten im Überblick). Spamela hofft, dass es im Jahr 2010 trotz Inaktivität zu größeren Ausschlägen kommen wird. Bitte unterstützt sie dabei, indem ihr die Adressen stephan@spamschlucker.org und bm@schweinischer-bote.de auf euren Webseiten verbreitet.
Außerdem habe ich im April 2008 zehn Freemailer-Adressen mit aktiviertem Spamfilter in Umlauf gebracht. In den ersten 2 Jahren hat sich Yahoo!Mail am besten gehalten (0 Spam-Mails!).
Ihr findet hier wöchentlich die aktuellen Zahlen aus meiner gespammten Inbox, die originellsten Spam-Mails, die man mir zugeschickt hat und Erstaunliches rund um Spam. Außerdem die Spamschlucker-Top 10.
Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
30.06.2008
Der Ausbrecher diese Woche (nach unten) ist die gmx-Adresse. Es fällt ein weiteres Mal auf, dass die blaue und grüne Kurve sich weit gehend parallel entwickeln, während die orangene eher ein Eigenleben führt. Das lässt darauf schließen, dass geharvestete Adressen (wie die orangene) anderen infrastrukturellen Spamgesetzen unterliegen als welche, die aktiv verbreitet werden.
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Bemerkenswert; 1151
27.06.2008
Natürlich können Sie diesen Text lesen. Grundsätzlich kommt man nämlich mit einigen innerhalb des Wortes vertauschten Buchstaben gut klar. Dies machen sich auch die bösen Spammer zu Nutze, indem sie ihre Pornopillen nicht ganz orthografiekonform anpreisen.
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17.06.2008
Gerade erreicht mich eine Spam-Mail mit dem viel versprechenden Betreff “==========”. Dort bietet man mir an, gegen Bezahlung von 250 Euro eine Million Spam-Mails zu versenden - was eigentlich ganz schön teuer ist.
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02.06.2008
Bei den ganzen Spamschlucker-Kurven wird man ja ganz blöd im Kopf. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung, in der nur 4 Zeitpunkte festgehalten sind: KW 1/2007, KW 26/2007, KW 1/2008 und KW 22/2008 (Klick aufs Bild zum Vergrößern).
Hier sieht man deutlich:
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Top-10; 2010
06.04.2008
Ein deutscher Spammer, der seit mindestens 2003 Porno-Sites per Spam bewirbt, ist nun zu einer Ordnungsgeldstrafe i.H. von 10.000 Euro verurteilt wurden (plus Verfahrenskosten, das dürfte dann auch noch knapp fünfstellig sein). Er hatte sich beim Spammen eines gefakten Hotmail-Kontos bedient. Die Fa. Microsoft (die Hotmail betreibt) hat ihn jetzt verklagt.
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23.03.2008
Bei allen E-Mail-Adressen, die ich den Spampinschern zum Fraße vorgeworfen habe, habe ich natürlich alle serverseitigen Spamfilter ausgeschaltet, soweit ich Einfluss darauf habe.
Ich habe den Eindruck, dass es für gmx-Adressen offensichtlich eine Obergrenze gibt:
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13.03.2008
Am 18.02. habe ich fünf neue Adressen angelegt. Heute kam der erste Spam auf die mail.ru-Adresse. Es ist auszuschließen, dass die Adresse geharvestet wurde, denn dann hätte auf mindestens einige der anderen ebenfalls Spam kommen müssen.
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21.01.2008
Unsere im Impressum angegebene Kontaktadresse bm*at*spamschlucker wird seit Ende Oktober 2007 gespammt (Klick aufs Bild zum Vergrößern). Erst kam mal hier und da eine, seit 11. Dezember geht es ordentlich los. Insgesamt sind rund 700 Spam-Mails gekommen. Um so ätzender, als dass ich für das Spamschlucker-Projekt natürlich sämtliche serverseitigen und lokalen Präventionsmaßnahmen meide wie die Pest.
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15.11.2007
Der Herr auf diesem Bild ist der Kunstphilosoph Christoph Schwarz. Seine Installationen und Performances gehören zu den modernen Kunstwerken, die einen intuitiv daran erinnern, dass man ein Teil des 21. Jahrhunderts ist (ich erwähne nur den Kontingenzaltar, neben anderen Projekten zu finden auf Schwarz’ Homepage marcus.at).
Sein neuestes Projekt heißt Spamming Back! (-> Flyer (pdf), 20.-24. November in Wien). Das funktioniert so:
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Bemerkenswert; 1419
01.11.2007
Verblüffend ist nach wie vor, dass die und die sich insgesamt ziemlich parallel bewegen und sich auch zunehmend an einander angleichen, während die harvest-only-Adresse ein Eigenleben führt. Ein Blick auf die Trendlinien (Klick aufs Bild) zeigt die Parallelbewegung spätestens seit der KW 36, während die schlucks-Adresse schon KW 28 ausgebrochen ist. Das spricht für die Vorstellung, dass ein Großteil des Spams tatsächlich von sehr wenigen Personen oder Netzwerken verschickt wird (da ja alle drei Adressen über unterschiedliche Wege verbreitet wurden).
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