Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
Das ultimative Spam-Lied
Lennart von der Band Tonträger hat in einem Kommentar auf ein hübsches a-capella-Spam-Lied hingewiesen, aufgenommen im Auto mit teilweise sehr erfreulichen Textpassagen:
3697 neue Mails in der KW 26(2008)
Der Ausbrecher diese Woche (nach unten) ist die gmx-Adresse. Es fällt ein weiteres Mal auf, dass die blaue und grüne Kurve sich weit gehend parallel entwickeln, während die orangene eher ein Eigenleben führt. Das lässt darauf schließen, dass geharvestete Adressen (wie die orangene) anderen infrastrukturellen Spamgesetzen unterliegen als welche, die aktiv verbreitet werden.
Kennön Sie deiesn Txet leesn?
Natürlich können Sie diesen Text lesen. Grundsätzlich kommt man nämlich mit einigen innerhalb des Wortes vertauschten Buchstaben gut klar. Dies machen sich auch die bösen Spammer zu Nutze, indem sie ihre Pornopillen nicht ganz orthografiekonform anpreisen.
Wie viel kostet der Versand einer Million Spam-Mails?
Gerade erreicht mich eine Spam-Mail mit dem viel versprechenden Betreff “==========”. Dort bietet man mir an, gegen Bezahlung von 250 Euro eine Million Spam-Mails zu versenden - was eigentlich ganz schön teuer ist.
Spamschlucker-Entwicklung in der Übersicht (bis Mitte 2008)
Bei den ganzen Spamschlucker-Kurven wird man ja ganz blöd im Kopf. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung, in der nur 4 Zeitpunkte festgehalten sind: KW 1/2007, KW 26/2007, KW 1/2008 und KW 22/2008 (Klick aufs Bild zum Vergrößern).
Hier sieht man deutlich:
Deutschland, das Spammer-Paradies
Ein deutscher Spammer, der seit mindestens 2003 Porno-Sites per Spam bewirbt, ist nun zu einer Ordnungsgeldstrafe i.H. von 10.000 Euro verurteilt wurden (plus Verfahrenskosten, das dürfte dann auch noch knapp fünfstellig sein). Er hatte sich beim Spammen eines gefakten Hotmail-Kontos bedient. Die Fa. Microsoft (die Hotmail betreibt) hat ihn jetzt verklagt.
GMX-Adressen sind relativ spamsicher
Bei allen E-Mail-Adressen, die ich den Spampinschern zum Fraße vorgeworfen habe, habe ich natürlich alle serverseitigen Spamfilter ausgeschaltet, soweit ich Einfluss darauf habe.
Ich habe den Eindruck, dass es für gmx-Adressen offensichtlich eine Obergrenze gibt:
Erste Spam-Mail auf die mail.ru-Adresse
Am 18.02. habe ich fünf neue Adressen angelegt. Heute kam der erste Spam auf die mail.ru-Adresse. Es ist auszuschließen, dass die Adresse geharvestet wurde, denn dann hätte auf mindestens einige der anderen ebenfalls Spam kommen müssen.
Weblogbetreiber haben unsere Kontaktadresse an Spammer verkauft.
Unsere im Impressum angegebene Kontaktadresse bm*at*spamschlucker wird seit Ende Oktober 2007 gespammt (Klick aufs Bild zum Vergrößern). Erst kam mal hier und da eine, seit 11. Dezember geht es ordentlich los. Insgesamt sind rund 700 Spam-Mails gekommen. Um so ätzender, als dass ich für das Spamschlucker-Projekt natürlich sämtliche serverseitigen und lokalen Präventionsmaßnahmen meide wie die Pest.
Spamming Back!
Der Herr auf diesem Bild ist der Kunstphilosoph Christoph Schwarz. Seine Installationen und Performances gehören zu den modernen Kunstwerken, die einen intuitiv daran erinnern, dass man ein Teil des 21. Jahrhunderts ist (ich erwähne nur den Kontingenzaltar, neben anderen Projekten zu finden auf Schwarz’ Homepage marcus.at).
Sein neuestes Projekt heißt Spamming Back! (-> Flyer (pdf), 20.-24. November in Wien). Das funktioniert so: