Statistik
Hier wird regelmäßig die Anzahl der Spam-Mails gepostet, die ich erhalten habe.
891 neue Mails in der KW 50
Es ist verwunderlich, dass die Kurven sich insgesamt so parallel bewegen. Zwischen KW 43 und KW 47 gab es starke Schwankungen, und jetzt ist alles wieder eitel Eintracht. Das belegt die Vermutung, dass relativ wenig Spammerund ihre Botnetze einen Großteil des weltweiten Spamverkehrs verursachen. Spamhaus.org vermutet im Kontext der ROKSO-Liste, dass es sich um eine Gruppe von rund 200 Personen handelt.
Sollte das der Grund für den ziemlich parallelen Verlauf der Kurven sein, stellen sich zwei Fragen:
1. Woher kommen dann die teilweise starken Abweichungen im Kurvenverlauf?
Alle E-Mail-Adressen werden zwar von den Spammern benutzt (=gespammt), aber nicht zu gleichen Anteilen. Sind es zufällige Schwankungen (weil es in den Botnetzen viele zufällige Schwankungen gibt)? Oder sind die Adressen unterschiedlich viel wert? Das würde bedeuten, dass die Spammer die Adressen aufgrund von (virtuellen) Metadaten in unterschiedliche Listen einsortieren (selten gesehen, interessiert sich für Kredite, Adresse existiert wahrscheinlich nicht mehr ...).
Vielleicht hat aber einfach nur Leo Kuvayev (“BadCow”) alle meine Adressen, während Nikhil Kumar Pragji (Erfinder der Spamsoftware “Dark-Mailer”) eine davon fehlt. Das würde jedoch NICHT die Parallelbewegung über große Teile erklären.
2. Warum gleichen sich nicht alle Kurvenverläufe aneinander an?
Die (wenig promotete) .(JavaScript must be enabled to view this email address) bekommt permanent weniger Spam, die Kurvenbewegung entspricht jedoch den beiden größeren Brüdern. Das bedeutet entweder, dass diese Adresse von weniger Spammern benutzt wird (warum dann aber die Entsprechungen im Kurvenverlauf?!), oder dass sie tatsächlich aufgrund von Metadaten systematisch weniger gespammt wird.
Das wird nie jemand kapieren.
856 neue Mails in der KW 49
Obwohl ich mich mit den in den Kurven dargestellten drei Adressen seit einem halben Jahr nicht mehr gerührt habe, kriege ich wöchentlich immer noch knapp 900 Spam-Mails. Das ist schon erstaunlich. Allerdings nehmen die Kurvenausschläge ab. Das bedeutet entweder, dass die Auftragslage für Spammer schwach ist (was vor Weihnachten nicht anzunehmen ist), oder dass die Adressen sich nicht mehr gut verkaufen. Schade. Spamschlucker-Adressen-nichts-mehr-wert-sein.
906 neue Mails in der KW 47
Kaum Entwicklung in den letzten zwei Wochen, allerdings trudelt seit Anfang/Mitte November schon der erste Weihnachtsbaum- und Geschenkspam ein. Wir dürfen gespannt sein, ob die Kurven sich im Zuge des vorweihnachtlichen Marketings steil nach oben entwickeln.
944 neue Mails in der KW 46
Mitte November befindet man sich noch in der ausklingenden Herbstdepression und noch nicht im vorweihnachtlichen Einkaufswahn, deshalb ist die Auftragslage für Spammer insgesamt gespannt - und auch für uns gibt damit es nichts Interessantes in der Kurve zu sehen (außer der Tatsache, dass bis Jahresende sicher keine 500.000 Spam-Mails angekommen sein werden, wie ursprünglich geplant).
804 neue Mails in der KW 44
Die üblichen Schwankungen; beachtenswert ist wieder einmal, dass völlig untypische Ausbrüche zu beobachten sind (orangene Kurve: 70% Anstieg), die sicher nicht nur mit dem Schnupfen der Spammer erklärbar sind. Ganz sicher spielen auch eine Rolle automatische Aktualisierungen von Spammerlisten (d.h.: Aussortierung alter Adressen, Ergänzung von neuen) und die momentane Verfügbarkeit der Zombie-Netzwerke, worauf unser Leser Chris hingewiesen hat.
1001 neue Mails in der KW 43
Die Kinder der Spammer sind von ihrem Schnupfen genesen, somit geht die Kurve wieder nach oben.
In der hauptgespammten Mailbox von .(JavaScript must be enabled to view this email address) befinden sich nun insgesamt knapp 15.000 Spam-Mails. Das ist deutlich weniger als erwartet, aber als absolute Zahl gesehen immer noch eine Menge. Man beachte aber, dass es mit serverseitigen Spamschutzeinstellungen, die ich ja alle deaktiviert habe, wahrscheinlich deutlich weniger wären.
Auf die Adresse, mit der ich den Suchmaschinen-Eintragsdienst bemüht habe, kamen nur noch ein paar Werbemails von den Suchmaschinenbetreibern und einige Bestätigungen, dass die Bewerbung des Spamschluckers angenommen worden sei.
753 neue Mails in der KW 42
Der Anblick unserer Kurve ist nicht nur eine Beschreibung des Spamaufkommens, sondern zugleich ein Blick in die Psyche der Spammer. Denn ihnen geht es wie uns: Manchmal haben sie eine Woche lang keine Aufträge, sind depressiv oder müssen den Gartenzaun renovieren. Solche Schwankungen führen zu verminderter Produktivität, gerade im Herbst, wo die Kinder gerne mal schweren Schnupfen haben und den Familienbetrieb lahm legen. Offensichtlich war letzte Woche so eine Woche, deshalb wünsche ich allen Spammern und ihren Familien gute Besserung.
1210 neue Mails in der KW 41
Erstaunliche Zuwächse, ich erhalte inzwischen auf die zwei Hauptadressen 150 Spam-Mails pro Tag, das ist gar nicht so wenig. Woran das aber liegen mag, weiß wahrscheinlich nicht einmal Gott. Wenn immerhin der Trend sich so fortsetzt, komme ich dieses Jahr tatsächlich auf 500.000 Mails ...
1024 neue Mails in der KW 40
Angesichts der Kurvenentwicklung der letzten Wochen fällt mir zweierlei auf:
- Nichtstun wird vielleicht belohnt - oder anders gesagt: Wer seine E-Mail-Adresse nicht in windige Angebote einträgt, sondern nur ab und an mal geharvestet wird, so wie es der .(JavaScript must be enabled to view this email address) gemacht hat, der wird nicht so viel Spam bekommen.
- Vielleicht ist die Zeichenfolge “SPAM” doch nicht spamverhindernd - Auch wenn z.B. Meskalinopolis eine ähnliche Erfahrung wie ich gemacht hat (siehe Beitrag und Kommentar: Der Beweis: Die Zeichenfolge “SPAM” in der E-Mail-Adresse verhindert Spam): Im Moment wirkt es nicht so, als würde die Zeichenfolge “spam” in .(JavaScript must be enabled to view this email address) irgendjemanden davon abhalten, die Adresse zu spammen. Aber vielleicht wäre es sonst noch viel mehr?
940 Mails in der KW 39
Weiterer außergewöhnlicher Zuwachs bei .(JavaScript must be enabled to view this email address); ich betone, dass ich seit Ende Juni 2007 keinerlei Aktivitäten unternommen habe, um die E-Mail-Adressen zu verbreiten, deshalb ist die Steigungsrate der letzten Wochen um so erstaunlicher.