Seit dem 01.01.2007 versuche ich, möglichst viel Spam zu bekommen. Ich habe mich 2007/2008 dazu in Pharma-, Porno- und Poker-Newsletter eingetragen und meine E-Mail-Adressen überall verbreitet (alle Aktivitäten im Überblick). Spamela hofft, dass es im Jahr 2010 trotz Inaktivität zu größeren Ausschlägen kommen wird. Bitte unterstützt sie dabei, indem ihr die Adressen stephan@spamschlucker.org und bm@schweinischer-bote.de auf euren Webseiten verbreitet.
Außerdem habe ich im April 2008 zehn Freemailer-Adressen mit aktiviertem Spamfilter in Umlauf gebracht. In den ersten 2 Jahren hat sich Yahoo!Mail am besten gehalten (0 Spam-Mails!).
Ihr findet hier wöchentlich die aktuellen Zahlen aus meiner gespammten Inbox, die originellsten Spam-Mails, die man mir zugeschickt hat und Erstaunliches rund um Spam. Außerdem die Spamschlucker-Top 10.
Statistik
Hier wird regelmäßig die Anzahl der Spam-Mails gepostet, die ich erhalten habe.
09.03.2009
”Gedenke, dass du sterben wirst!” - “Memento mori!” Diesen lateinischen Spruch murmelt Spamela tagsüber vor sich hin, während sie ihrer Arbeit nachgeht. Ich persönlich lasse mir demnächst “Respice, lector, in nihil ab nihilo quam cito recidimos.” ("Bedenke Leser, wie schnell wir vom Nichts ins Nichts zurückkehren.") auf die linke Schulter tätowieren.
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02.03.2009
Ein wochenlanges Jammertal liegt hinter uns, und keine Besserung ist in Aussicht. Eines Tages wird nicht mal der popligste Spammer mehr unsere Mailadressen in seiner zerlumpten, dreckigen Liste führen, denn wir sind zu unwichtig geworden. Einst der ru(h)mgetränkte Spamschlucker, jetzt ein Nichts.
Das ist in erster Linie verwirrend: Spammer verwalten ihre Listen elektronisch und automatisiert - warum sollten sie eine so unauffällige Adresse wie die aussortieren? Ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch, der die Mails liest. Man beachte nebenbei den hübschen Zickzack-Stich, den die orangene gmx-Adresse vollzieht.
*ggg* wie bei einer Nähmaschine *ggggg*
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23.02.2009
Der Absturz der ist beispiellos.
heise.de berichtet im Artikel Beginnen Spammer zu lernen?, dass Spammer zunehmend auf die Art, wie Mailserver mit Spam umgehen, reagieren - und entsprechend bestimmte Server stärker spammen.
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16.02.2009
Der Finanzmarkt ist im Jahr 2008 gecrasht, weil von den Banken zu hoch gespielt wurde.
Diese Form der Spekulation wird nun auch den Spammern zum Verhängnis, wenn man die aktuelle Spamschlucker-Kurve betrachtet:
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09.02.2009
Offensichtlich vergessen auch Spammer E-Mail-Adressen. Der Trend geht deutlich in die negative Richtung.
Vielleicht bewahrheitet sich, was ich schon länger nicht zu vermuten wage: Wenn der Trend sich so fortsetzt, werde ich spätestens nächstes Jahr (2010) wieder bei Null angelangt sein. Das ist unwahrscheinlich, da sich die Spammer ja immer wieder an den im Web veröffentlichten Adressen bedienen können ... aber tun sie das wirklich?
Die Prognose von Excel zeigt:
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02.02.2009
Gerade lese ich, dass einer Google-Studie zufolge der durchschnittliche PC-User ohne “adequate anti-virus software” im Jahr 2008 rund 45.000 Spam-Mails empfangen hat. Das wären 120 Spam-Mails pro Tag und Account.
Da hat wohl jemand wieder den Spam-Verkehr analysiert - mit den Mailboxen der “normalen” User hat das wie immer nichts zu tun. Denn:
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27.01.2009
Inzwischen bekommt man wahlweise 16 Viagra- oder 16 Cialis-Pillen umsonst bei Bestellung beim Spammershop. Es muss ihnen dreckig gehen - das sieht man auch an den schwachen Spamzahlen. Oder hat man mich einfach aus einigen Listen gelöscht, weil ich nie bestelle? Ich bin ein typischer Kunde, der nur die Werbeprospekte liest, aber nie etwas kauft.
Die 10 aktivsten Spam-Länder stellt Sophos vor. Danach stammen 20% aller Spam-Mails aus den USA, gefolgt von China (10%) und Russland und Brasilien (6.5%).
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Bemerkenswert; 885
20.01.2009
Langsam bekomme ich das Gefühl, dass es eine “Spam-Sättigung” von E-Mail-Adressen gibt. Ungefähr die gleiche Situation wie vor knapp einem Jahr ... Vielleicht kann man als “normaler” Mensch dauerhaft gar nicht mehr Spam bekommen als 3.000/Woche? (Sofern man sich natürlich nicht dauernd in der Poker-Porno-Szene rumdrückt ...)
Danke für den Kommentar zu Briefwechsel mit Elena, der frierenden Russin an Filip - er verweist auf den Eintrag zu Valentin Mikhaylin bei spamhaus.org. Dort liest man:
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12.01.2009
Die Spammer haben sich “nach der ewigen Weihnachtsfresserei” (O-Ton Spamela) aufgerafft und ein bisschen Gas gegeben.
Ich habe eben die automatischen Abwesenheitsmitteilungen abgestellt, da ich häufig Spam bekomme, der illegalerweise als reply-to-Mail die Empfangsadresse hat (also: an , reply-to: ).
Übrigens äußert sich Spamela zum Verkauf von basicthinking.de folgendermaßen:
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06.01.2009
Im Jahr 2008 wollte ich 200.000 Spam-Mails bekommen, das ist mir nicht gelungen. Trotz sehr starker Ausschläge ist das Spamaufkommen seit Frühjahr 2008 im Durchschnitt konstant geblieben.
Die wesentliche Erkenntnis des Jahres 2008 für mich ist diese, dass der E-Mail-Spam außer Kontrolle geraten ist. Der Kontrollverlust gilt für Spammer, Auftraggeber und Kontrollinstanzen (und natürlich vor allem für die Gespammten).
Das Jahr 2008 hat für unser Spam-Experiment darüber hinaus einige interessante Erkenntnisse gebracht, die die These des Kontrollverlusts teilweise stützen:
1. Die Aktivierung automatischer Abwesenheitsmeldungen (auf JEDE eintreffende Spam-Mail!) hatte keine langfristigen Auswirkungen.
2. Globale Erfolge der Spamverfolger (Herbal King, McColo-Server) minimieren den Spamschlucker-Spam nicht nennenswert.
3. Die Zeichenfolge “spam” vor dem “@” ist nach wie vor ein sicheres Mittel, um wenig Spam zu bekommen.
4. Die Freemail-Anbieter in unserem Freemail-Experiment halten sich weiterhin wacker (was man durchaus auch von ihnen erwarten können sollte).
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