Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
Billigarbeiter in Asien lösen Captchas
Lesenswert bei der taz: BILLIGARBEITER IN DER SPAMINDUSTRIE - Werbung aus dem Sweatshop. Für deutlich weniger als 1 US-Dollar lösen Billigarbeiter 1000 Captchas, steht da. Dafür brauchen sie meiner Schätzung nach 3, 4 Stunden. Uah ....

(Bilder alle CC BY SA von flickr-Usern monica hamburg, Accrection Disc, engineroomblog, hrezogbr, Elizabeth/Table4Five
Intelligenter, adaptiver Kommentarspam von der ‘Male Enhancement Group’

Unglaublich, was die automatisiert erzeugen: Kommentarspam, der thematisch passt und auch noch richtig plausibel klingt - und das in einer anderen Sprache!
Beliebteste Spam-Absender: Der Doktor
Der Großteil der Spam-Mails kommt von fiktiven Absendern. Dabei entscheiden sich die Spammer zunehmend für die Verwendung des Titels “Dr.”.

Über die Unberechenbarkeit des Spams
Während die Hauptadressen in den letzten Wochen bei etwa gleich bleibenden Quoten relativ unspektakulär performen, ist in den letzten drei Wochen etwas höchst Interessantes mit einer der Kontrolladressen passiert:
Im Februar 2008 (also vor mehr als 2 Jahren!) habe ich 5 neu angelegte Mail-Adressen einmal auf dem Spamschlucker veröffentlicht (4 davon eigene Domains, Spamschutz deaktiviert). Über eine Web-Suche sind die Adressen wirklich NUR auf dem Spamschlucker im entsprechenden Beitrag zu finden. Diese Adressen haben bisher so performt:
1337 neue Mails KW 12/2010 - MAAWG-Spam-Studie vorgestellt
Letzte Woche wurde der jährliche “2010 MAAWG Email Security Awareness and Usage Report” (durchgeführt von Ipsos) vorgestellt. Darin wurden rund 3700 Personen nach ihrem Spam-Handling befragt.
Das Spam-Trap-Project
Für Spam-Sammler und Spam-Empiriker hat dognose ein Tool namens “Spam-Trap” gebaut. Hier kann man Mail-Adressen als “Spam-Fallen” übermitteln (was ich natürlich gleich mit meinen drei Hauptadressen getan habe, außerdem mit einigen Kontrolladressen). Nach der Bestätigung, dass man wirklich selbst über die Mail-Adresse verfügt, werden diese Mailadressen in verschiedene Seiten eingebunden. dognose bitte alle um Beiteiligung - sowohl beim Eintrag der Spam-Traps als auch bei der Verbreitung der zugehörigen Listen (die mit einem einfachen php-include in die eigene Seite eingebunden werden kann, habe ich auch bei allen Vollbeitrags-Seiten getan). Es folgt die genauere Darstellung von dognose:
Woher wissen die Spammer, welchen Drucker ich habe???
Das gibt’s ja nicht: Heute bekomme ich eine Spam-Mail auf meine E-Mail-Adresse, die ich für seriösen Geschäftsverkehr verwende (Online-Einkäufe, ebay, amazon, Kommunikation mit Verwaltung usw.). In dieser Spam-Mail (Klick auf Bild rechts) wird mir Toner für den Samsung-Drucker CLP 310/315 angeboten.
1635 neue Mails KW 45/2009 - Spam früher und heute
Seit knapp 3 Jahren lasse ich mich nun spammen. Hier die ersten Spam-Mail vom Januar 2007 und eine der letzten. Da die Spam-Mails häufig mit falschem Datum versehen sind, kann ich die erste Spam-Mail aufgrund dieses Posts (erste Statistik der KW 2/2007) identifizieren. Die erste Spam-Mail überhaupt, die auf den Spamschlucker aufschlug, (schon am 5. Januar 2007, 5 Tage nach Start des Projekts!) kam auf den .(JavaScript must be enabled to view this email address), die ich schon gleich wieder abgesägt hatte.
1482 neue Mails KW 43/2009 - Freemailer-Vergleich läuft seit 1.5 Jahren
Bei der Überprüfung meiner Freemail-Adressen, die seit April 2008 zum Spammen freigegeben wurden, finde ich aktuell immer bei 2, 3 Adressen ein oder zwei Spam-Mails wöchentlich, keine Steigerung erkennbar. Das Maximum hat die arcor-Adresse in der KW 22/2009 mit 5 Spam-Mails pro Woche eingefangen.
1654 neue Mails KW 40/2009 - Wie man Spammer wird und wie viel man verdienen kann
Dmitry Samosseiko, Mitarbeiter beim Anitmalware-Hersteller Sophos, hat einen Artikel über das rusissche Spammer-Affiliate-Netzwerk “Partnerka” (pdf) veröffentlicht, der sich gewaschen hat.
Demnach sorgen mehrere Tausend Mitglieder der “Partnerka”, die sich selbst “Webmaster” nennen, gegen Bezahlung dafür, dass Leute in die Online-Stores ihrer Partner gelangen - über Spam in Suchmaschinen, Mails oder auf Websites. Die Stores verkaufen Uhrenimitate, gefälschte Antivirensoftware, gefälschte Pharmaprodukte usw.