Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
Weitergeleiteter Spam
Netterweise haben mir diese Woche drei Menschen insgesamt ca. 300 Spam-Mails weitergeleitet (zusätzlich zum Mail-Mainzelmann). Das freut mich sehr, dient es doch der Sympathischmachung des Spamphänomens. Aber leider zählen in diesem Projekt nur “echte” Spams (siehe Mainzelmann-Beitrag), deshalb musste ich die Geschenke löschen. Aber danke, der Wille war da!
Verbreitet das nächste Mal lieber meine Mailadressen .(JavaScript must be enabled to view this email address) und .(JavaScript must be enabled to view this email address) überall, das führt unterm Strich wahrscheinlich aufwandsloser zu mehr Spam. Getreu dem Spruch:
“Wenn ihr ihm Spam schickt, dann ist seine Mailbox nur für einen Tag voll. Tragt ihr aber seine E-Mail-Adresse in Casino-Newsletter ein, dann wird ein wahrer Spamregen auf ihn herniedergehen.”
Der 4500-Mails-Mainzelmann
Offensichtlich inspiriert durch den Hinweis in der c’t hat heute morgen zwischen 7.02 und 7.12 jemand auf die .(JavaScript must be enabled to view this email address) 4.500 Mails abgefeuert.
Das ultimative Spam-Lied
Lennart von der Band Tonträger hat in einem Kommentar auf ein hübsches a-capella-Spam-Lied hingewiesen, aufgenommen im Auto mit teilweise sehr erfreulichen Textpassagen:
3697 neue Mails in der KW 26(2008)
Der Ausbrecher diese Woche (nach unten) ist die gmx-Adresse. Es fällt ein weiteres Mal auf, dass die blaue und grüne Kurve sich weit gehend parallel entwickeln, während die orangene eher ein Eigenleben führt. Das lässt darauf schließen, dass geharvestete Adressen (wie die orangene) anderen infrastrukturellen Spamgesetzen unterliegen als welche, die aktiv verbreitet werden.
Kennön Sie deiesn Txet leesn?
Natürlich können Sie diesen Text lesen. Grundsätzlich kommt man nämlich mit einigen innerhalb des Wortes vertauschten Buchstaben gut klar. Dies machen sich auch die bösen Spammer zu Nutze, indem sie ihre Pornopillen nicht ganz orthografiekonform anpreisen.
Wie viel kostet der Versand einer Million Spam-Mails?
Gerade erreicht mich eine Spam-Mail mit dem viel versprechenden Betreff “==========”. Dort bietet man mir an, gegen Bezahlung von 250 Euro eine Million Spam-Mails zu versenden - was eigentlich ganz schön teuer ist.
Spamschlucker-Entwicklung in der Übersicht (bis Mitte 2008)
Bei den ganzen Spamschlucker-Kurven wird man ja ganz blöd im Kopf. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung, in der nur 4 Zeitpunkte festgehalten sind: KW 1/2007, KW 26/2007, KW 1/2008 und KW 22/2008 (Klick aufs Bild zum Vergrößern).
Hier sieht man deutlich:
Deutschland, das Spammer-Paradies
Ein deutscher Spammer, der seit mindestens 2003 Porno-Sites per Spam bewirbt, ist nun zu einer Ordnungsgeldstrafe i.H. von 10.000 Euro verurteilt wurden (plus Verfahrenskosten, das dürfte dann auch noch knapp fünfstellig sein). Er hatte sich beim Spammen eines gefakten Hotmail-Kontos bedient. Die Fa. Microsoft (die Hotmail betreibt) hat ihn jetzt verklagt.
GMX-Adressen sind relativ spamsicher
Bei allen E-Mail-Adressen, die ich den Spampinschern zum Fraße vorgeworfen habe, habe ich natürlich alle serverseitigen Spamfilter ausgeschaltet, soweit ich Einfluss darauf habe.
Ich habe den Eindruck, dass es für gmx-Adressen offensichtlich eine Obergrenze gibt:
Erste Spam-Mail auf die mail.ru-Adresse
Am 18.02. habe ich fünf neue Adressen angelegt. Heute kam der erste Spam auf die mail.ru-Adresse. Es ist auszuschließen, dass die Adresse geharvestet wurde, denn dann hätte auf mindestens einige der anderen ebenfalls Spam kommen müssen.