Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
Weblogbetreiber haben unsere Kontaktadresse an Spammer verkauft.
Unsere im Impressum angegebene Kontaktadresse bm*at*spamschlucker wird seit Ende Oktober 2007 gespammt (Klick aufs Bild zum Vergrößern). Erst kam mal hier und da eine, seit 11. Dezember geht es ordentlich los. Insgesamt sind rund 700 Spam-Mails gekommen. Um so ätzender, als dass ich für das Spamschlucker-Projekt natürlich sämtliche serverseitigen und lokalen Präventionsmaßnahmen meide wie die Pest.
Spamming Back!
Der Herr auf diesem Bild ist der Kunstphilosoph Christoph Schwarz. Seine Installationen und Performances gehören zu den modernen Kunstwerken, die einen intuitiv daran erinnern, dass man ein Teil des 21. Jahrhunderts ist (ich erwähne nur den Kontingenzaltar, neben anderen Projekten zu finden auf Schwarz’ Homepage marcus.at).
Sein neuestes Projekt heißt Spamming Back! (-> Flyer (pdf), 20.-24. November in Wien). Das funktioniert so:
Techniken des E-Mail-Sammelns - die Philosophien der Spammer
Verblüffend ist nach wie vor, dass die .(JavaScript must be enabled to view this email address) und die .(JavaScript must be enabled to view this email address) sich insgesamt ziemlich parallel bewegen und sich auch zunehmend an einander angleichen, während die harvest-only-Adresse .(JavaScript must be enabled to view this email address) ein Eigenleben führt. Ein Blick auf die Trendlinien (Klick aufs Bild) zeigt die Parallelbewegung spätestens seit der KW 36, während die schlucks-Adresse schon KW 28 ausgebrochen ist. Das spricht für die Vorstellung, dass ein Großteil des Spams tatsächlich von sehr wenigen Personen oder Netzwerken verschickt wird (da ja alle drei Adressen über unterschiedliche Wege verbreitet wurden).
WTF??
Am 27. und 28. Oktober kamen insgesamt knapp 100 Spam-Mails mit dem Betreff “October 74% [75, 78 ... usw.] OFF”, Absender war ein gewisser Herr VIAGRA @ Official Site. Was mich verwundert: Die Mails kamen alle zum gleichen Zeitpunkt an die gleiche Adresse (27.10.: 15.40 Uhr, 28.10.: 22.51 Uhr).
Wie kommt diese Person dazu, mir 40 Mal die gleiche E-Mail zu schicken? Wenn eine im Spamfilter hängenbleibt, dann auch die 39 anderen. Wenn eine durchkommt, macht er sich durch die anderen doch nur unseriös und geht mir auf die Nerven. Warum spammt er mich so stümperhaft? Kann mir das jemand erklären?
Das phrechste Phishing aller bisherigen Phishingversuche
Wir haben ja schon von phrechem Phishing berichtet, in dem man 10 TAN-Nummern in ein Formular eingeben sollte (plus Nutzername/Anmelde-ID, Kontonummer und Passwort). Aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus: “Geben Sie alle unbenutzten TAN-Nummern ihrer TAN-Liste ein.” Auf meinem TAN-Block sind im Moment noch rund 50 unbenutzte TANs drauf - und ich würde mir die Finger wund tippen. Netter Versuch, Jungs ...
Screenshot eingeschickt von Simon Lutz - Danke!
Wie Penisverlängerungsspam den Umsatz der Juweliere steigert
Penisverlängerung ist ein so beliebtes Thema unter Spammern, dass sie sich schon gegenseitig denunzieren: “Warning! Do not buy enhancement pills, they don’t work!” (Spam-Mail vom 25.05.2007). Als gestern wieder eine Spam-Mail zur Penisverlängerung eingetrudelt war ...
Wie es Spammern im Knast ergeht
In a perfect world… spammers would get caught, go to jail, and share a cell with many men who have enlarged their penisses, taken Viagra and are looking for a new relationship.
heise security, Forumspost zum Artikel “‘Spam-König’ in den USA verhaftet”, 31.05.2007
gefunden in den Kommentaren vom hostblogger.
Dort auch Hinweise zu den beiden interessanten Artikeln, die sich mit der Verhaftung des 27-jährigen Robert Alan Soloway befassen:
Die Spamschluckerei verändert langsam meine Persönlichkeit
Zumindest was die Verwendung von HTML-Tags angeht. So durfte ich mich beim letzten Beitrag über das Layout wundern, das dieser Quelltext produzierte:
So lange ich im Stylesheet nicht beginne, Spamklassen zu definieren ...
Der Beweis: Die Zeichenfolge SPAM in der E-Mail-Adresse verhindert Spam
In den letzten Wochen wollte es mir einfach nicht gelingen, Spam an meine .(JavaScript must be enabled to view this email address) zu bekommen - so war in der KW 21 eine deutliche Abnahme des Spams zu beobachten.
Gefühlter Spam: Sind 200 Spam-Mails pro Woche wenig?
In den letzten Wochen pendelt sich das Spamaufkommen für .(JavaScript must be enabled to view this email address) auf etwa 200 Mails ein. Mir kam ja schon die Vermutung, dass man aus irgendwelchen namenlosen Gründen vielleicht gar nicht viel mehr Spam bekommt, sich aber 200-300 Spam-Mails pro Woche anfühlen wie 2000.