Bemerkenswert
Bei meinem Experiment, in dem ich versuche, möglichst viel Spam zu bekommen, treffe ich bisweilen auf interessante Phänomene. Die werden alle hier festgehalten..
Die Double-Opt-In-Lügestrategie
Gestern erreichte mich eine E-Mail von “www. spar-richtig.de - Die Seite für schlaue Verbraucher” (.(JavaScript must be enabled to view this email address)).
Von: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreff: Ihre Emailadresse “[Mailadresse]” - Anfrage und Opt-In-Verfahren
Datum: 12. April 2007 23:53:37 MESZ
Sehr geehrter Inhaber der Mailadresse “[Mailadresse]”
Wir haben die oben angegebene Mailadresse mit dem Hinweis übernommen, das der Inhaber Werbemails zugestimmt hat. Wie uns unsere langjährige Erfahrung jedoch zeigt, ist dieses nicht immer richtig und wir führen daher nach der Übermittlung der Adressdaten noch einmal ein eigenes, sogenanntes “Double-Opt-In”-Verfahren durch. Als Dankeschön für das Lesen dieser Mail haben wir Ihnen zwei aktuelle Rabattaktionen der letzten Sparbrief-Ausgabe beigefügt.
Anderes Spam-Sammel-Projekt: Bigemail.de
Klaus Seeliger hat auf bigemail.de vier sichtbare und eine unsichtbare, bei jedem Laden neu generierte E-Mail-Adressen auf einer Webseite aufgelistet. Dies ist das Futter für die Harvest-Bots, er trägt sich in keinerlei einschlägige Sites ein. Ab Juni wird er entsprechende Statistiken veröffentlichen.
Sehr interessant, gilt es weiterzuverfolgen (zumal wir ja derletzt auch nachweisbar geharvestet wurden).
Viel Erfolg, Klaus!
Differenzierter Betreff in Spam-Mails
Braucht Spam möglichst differenzierte Angaben im Betreff? Ein Blick in meine Spam-Ordner legt nahe: Nein.
To manfred be char (Aktienspam)
Miss you (für Potenzpillen)
GOOD NEWS TO YOU (unklar, wahrscheinlich Nigeria-Spam)
Crazy stuff (für Potenzpillen)
world (Aktienspam)
usw.
Letztendlich haben höchstens 5% aller Spam-Mails ein Subject (Betreff), das thematisch mit dem Inhalt der Mail zu tun hat. Eher 1%.
Deshalb war ich erfreut, als ich heute eine - offensichtlich gespammte - Mail mit folgendem Betreff bekam:
Spam im Wandel: Vom Warenspam zum Informationsspam
Wir alle kennen den Börsenspam der letzten Wochen(wir berichteten hier und hier. Hieran zeigt sich Spam in neuen Ausprägungen: Es wird nicht mehr der Verkauf von Waren angestrebt, sondern die Manipulation unserer Köpfe - Informationsspam.
Börsenspam verkehrt die Welt: Gelogenes wird wahr.
Im Beitrag “Wie man vom Börsenspam profitieren kann” habe ich beschrieben, wie drittklassige Aktien per Spam beworben werden. Die Kurse steigen darauf für kurze Zeit um mehrere hundert Prozent, um wieder ins Nichts zu fallen.
Dr. Gisela Blecher-Stratmann vs. Dr. K. Braun - eine Stilanalyse
Die Mail von Dr. K. Braun ist denen von Dr. Gisela Blecher-Stratmann sehr ähnlich, auf den ersten Blick meint man fast, dass Dr. K. Braun zum Team von Gisela Blecher-Stratmann gehört. Doch er hat schwere Fehler gemacht, die ich als ausgebildeter Germanist im Folgenden herausstellen werde und somit beweisen werde, dass Dr. K. Braun nur ein gottverdammter Trittbrettfahrer ist und die Ideen von Gisela Blecher-Stratmann einfach imitiert, jedoch nichts mit Gisela Blecher-Stratmann zu tun hat.
Börsenspammer kommentieren unterstützend Blog-Beiträge
Die Börsenspammer (wir berichteten) sind echt smart-hippe Jungs und versuchen, den Kauf ihrer bespammten Aktien durch Kommentare in Weblogs anzutreiben. Dabei werden die Beiträge kommentiert, in denen erwähnt wird, dass man aus dem Aktienspam Gewinn ziehen könnte:
Wie man vom Börsenspam profitieren kann (Update)
Update: Schöne Übersicht über die Entwicklung der Kurse nach den Spamwellen bei egghat’s blog.
In letzter Zeit häuft sich Börsenspam (auch: Aktienspam). Ob er sich häuft, weiß man nicht so genau, er kommt hier Mitteleuropa auf jeden Fall besser durch die Spamfilter durch - weil er eben in deutscher Sprache verfasst ist. Ich habe in den letzten 2 Wochen (an 4 verschiedene Mail-Adressen) rund 20 solcher Mails bekommen; einige werden sicher im Spamfilter hängen geblieben sein.
Herkunft
‘SPAM ist eine erfolgreiche und vom Nutzer akzeptierte Form der Werbung’
Einen lesenswerten Übersichtsartikel zum Thema E-Mail-Spam hat Dr. Web unter E-Mail Spam-Report 2007 verfasst. Hier finden sich interessante Aussagen zur Frage: Wieso ist der Kampf gegen Spam so zahnlos?
Die Spam-Lüge
mkorsakov hat mich in einem Kommentar auf ein Forum hingewiesen, das von Spameinträgen überflutet wird. Ich bin dort hingegangen und habe mich in ein paar Seiten eingetragen. Und dann bin ich auf diese geradezu amüsante Unverschämtheit gestoßen:
Bei rx-pharmacy.cc (cc = Coconut Islands, wird als TLD gerne von Spammern verwendet) geriert man sich als Opfer von AOL:
“Was nicht der Fall ist” ... nein. Natürlich nicht.