Edel-Spam
Manchmal bekommt man richtig geilen bzw. originellen Spam. Die besten Exemplare sollen hier festgehalten werden.
Liebloser Hong-Kong-Spam
Ihr kennt alle den sog. “Nigeria-Spam” - Abzocke durch Personen aus Nigeria, die scheinbar ein immenses Vermögen gefunden oder geerbt haben und nun jemanden brauchen, der sein Konto für den Transfer zur Verfügung stellt. Die Mails sind immer nach einem ähnlichen Muster aufgebaut, “Guten Tag, mein Name ist Nbame Mugake, ich bin ... 45 Millionen USD ... benötige Ihre Hilfe ... Überweisung ... erhalten Sie 30% der Gesamtsumme ... blabla”. Manchmal lassen sich die Spammer noch recht originelle Geschichten einfallen, wie z.B. “Kevin Brown”, der mit Flugzeugabstürzen (“Alaska Airlines-Flug 261”), Hubschrauberabstürzen oder verstorbenen mexikanischen Juden operiert.
2228 neue Mails KW 15/2010 - Elena die Russin ist wieder da!
Neuigkeiten: Die gute Elena aus Russland ist wieder aufgetaucht - in einem Kommentar zu Bettelspam: Mein Briefwechsel mit Elena, der Russin (Teil 2) schreibt oscar:
1510 neue Mails KW 14/2010 - Die schlechteste Übersetzung, Part 1
fasd
Prima, es scheint aufwärts zu gehen. Die .(JavaScript must be enabled to view this email address) hält sich ob der (vom User nicht zu manipulierenden) GMX-Spamfilter immer auf dem gleichen Niveau. Ich werde gelegentlich mal den Spamschutz anschalten und erwarte dann unter 10 Spam-Mails pro Woche.
Apropos Spam-Mails: Manchmal benutzen Spammer automatische Übersetzungsdienste, um ihre Muttersprache in die Sprache der Zielgruppe übersetzen zu lassen. Die Ergebnisse sind teilweise haarsträubend, aber so ein unterirdisches wie diesen Text (Kommentarspam) habe ich noch nie gesehen:
2251 Mails KW 10/2010 - Kommentarspam wird individueller
Man beachte den Anstieg der .(JavaScript must be enabled to view this email address) um >100% in den letzten beiden Wochen. Woher kommen solche Anstiege?
Außerdem habe ich gerade eine Hand voller Kommentare freigeschaltet. Kommentarspam ist ja ein alter Hut: Personen, die ihre Site (oder gezielt eine Unterseite) promoten wollen, hinterlassen in Blogs Kommentare zum Thema der Zielseite. Damit wollen sie einerseits den Suchmaschinen vorgaukeln, dass viele Seiten auf ihre eigene Seite linken, andererseits auch den ein oder anderen menschlichen Klick generieren. Das nennt man “Kommentarspam”. Man unterscheidet automatisierten und manuellen Kommentarspam.
Irak-Spam
Nigeria-Spam kennen wir alle: Eine Person aus Nigeria hat etwas geerbt o.ä. und möchte uns für die Mithilfe zum Transfer des Geldes anwerben, dafür bekommen wir 50% der Gesamtsumme von 7 Millionen US-Dollar. Ein alter Hut. Heute habe ich von Col.Timothy Reese meinen ersten Spam aus dem Irak bekommen.
Bad vs. Good - Spam wird ästhetisch
Wir wissen, dass in marketingtechnischer Hinsicht die Grenzen zwischen legaler und illegaler Werbung verschwimmen - die Spam-Werbeindustrie arbeitet zunehmend nach ähnlichen Prinzipien wie die “reguläre” Werbeindustrie. Seht zum Beispiel dieses Bildchen an - sonst versenden solche Spammer ihre Spam-Bilder nur, um Texterkennung durch Spamfilter zu umgehen. In diesem Bild haben sie sich aber noch richtig Mühe gegeben, attraktiv zu sein und die Konkurrenz durch Originalität auszutricksen. Quasi die Lucky-Strike-Werbung der Viagra-Szene.
Affiliate-Skandal: Spammer bewerben per Mail affili.net-Partnerprogramm
In der Online-Werbung sind sog. Partnerprogramme verbreitet: Anbieter wie zanox oder affili.net vermitteln zwischen Webseitenbetreibern und Werbetreibenden. Ich binde auf meiner Website z.B. ein Banner von Firma X ein und bekomme für jeden Klick/jeden Verkauf o.ä. Geld.
Gestern bekam ich tatsächlich eine Spam-Mail, in der der beworbene Link (1 Mio. Euro zu gewinnen) über eine Umleitung auf ein affili.net-Partnerprogramm führt. Damit geht der E-Mail-Spam in eine neue Runde: Es wird zunehmend egal, wer mir den Werbemüll schickt - denn die Grenze zwischen Spammern und “seriösen Werbetreibenden” verschwimmt.
Die Antwort ist: Überzahlung!
Mich erreicht eine Mail mit dem Betreff “Re: Kostenlose Proben von Viagra?”, angeblich von Pfizer Inc. Man wendet sich mit den folgenden holprigen Worten an mich:
Hallo [E-Mail-Adresse]
Wissen Sie, was Sie tun, wenn Sie Lösungen für die Krankheit heilen in den lokalen Geschäften oder Supermärkte?
Die Antwort ist: Überzahlung! Sie zahlen für die Marken, für die Personal-Gehalt, für die Miete. Alle, die Geld gerettet werden könnten!”
Tja ... weiter unten bietet er mir dann noch den “Welt-berühmten Assistenten für Männer” an. Immerhin mal was Handfestes.
Was für ein unglaublicher Trash-Spam
Spam ist eigentlich immer trashig. Dieser Online-Apothekenspam aber beinhaltet nun wirklich alles, was Spam so an Trash enthalten kann:
1. Dubioser Betreff (“Pot_mittel ?”)
2. Statt einer Anrede ein sinnloser Spruch (“it makes me too happy drawers full of yarn too glorious”)
3. Ein trashiges Bild mit verdächtigen, komischen Störpixeln und Rechtschreibfehlern
4. Auf dem Bild: ein abzutippender, dubioser Link (“wow33meds.com”)
5. Unten drunter: Eine Menge sinnlos collagierter Text in unterschiedlichen Formatierungen.
Das ist eine der aktuell hippsten Maschen der Spammer:
